Da bin ich wieder. Nicht laufend, aber immerhin in Bewegung. Eine heftige Angina später, einen mimosenhaften Magen pflegend (ja, böses Penicillin…) und mit etwas weniger Stress, nachdem ich mir die letzten Monate einige deutsche Städte sehr intensiv angeschaut habe, habe ich meinen Körper vor vier Wochen wieder zu etwas mehr Bewegung verholfen. Mitte Juni besuchte ich eine Hochzeit in dem Kleid , welches letztes Jahr entspannt ohne Jäckchen drüber getragen wurde, weil die Arme ja in Topform waren. Dieses Jahr behielt ich die Strickjacke an (ok, es hatte auch 18 Grad und Nieselregen…). Es musste also was passieren.
In “fremden” Städten nach schönen Laufstrecken zu suchen wird nie meins werden. Aber keine Bewegung mehr, kann auch nicht die Lösung sein. Aber die Rettung nahte in Form der Freundin, die mich damals schon zum Zirkeltraining mitschleppte. Ein Freund ihres Lebensgefährten hätte da eine Firma, die über’s Internet Videos streamt, zu denen man dann daheim oder im Hotel schwitzen kann. Sieben Tage kann man das ganze testen und dann hält sich der Preis noch immer in Grenzen. Gut, anschauen kann ja sich das ja mal.
Also fand ich mich einige Tage später mein Hotelzimmer ein wenig modifizieren, sprich Platz schaffen und nach 15 Minuten total durchgeschwitzt interessante Übungen machen. Einige davon sogar bekannt aus der Zeit des Zirkeltrainings. Ja, mein Freund der Bergsteiger scheint ein Dauerbrenner unter den Fitnessübungen zu sein. Man ihn auch wunderbar mit Liegestützen kombinieren (die Betonung liegt auf kann!). Ach ja, und auch Burpees scheinen bei allen Trainern beliebt zu sein.
Nun gut, der Muskelkater am nächsten Tag war wie erwartet und ließ mich wieder mal neue Muskelgruppen entdecken (über den Rippen…), aber kann nicht so schlimm gewesen sein. Zwei Tage später fand ich mich nämlich Samstagmorgen Platz in meinem Wohnzimmer schaffen. Um dann im Schlafanzug 45 Minuten durch die Gegend zu hüpfen. Und ein wenig mit dem Mann im Internet zu schimpfen. Vorteil des Trainings daheim ist nicht nur der Schlafanzug sondern auch die Tatsache, dass ich ganz wunderbar vor mich hinschimpfen kann. Was ich genau dem jungen Man an den Kopf werfe, wenn er ein herzliches “Und immer schön lächeln. Dann geht es viiiiiel einfacher.” raushaut, wieder hole ich lieber nicht. Vor allem nicht, nachdem ich ihn letzte Woche persönlich getroffen habe. Die nächsten zwei Einheiten war ich tatsächlich etwas zurückhaltender was den Schimpfwortschatz in meinem Wohnzimmer anging.
Liegt aber vielleicht daran, dass sich nach 4 Wochen “Hoffentlich sieht mich kein Nachbar”-Aktivität eine gewisse Verbesserung einstellt. Der Muskelkater ist wesentlich harmloser geworden und die Zeit kommt einem nicht mehr sooooo unendlich vor, bis man in der dritten Runde angekommen sind. Ja, ich bin nach etwa 4 Tagen vom Probeabo zum 6-Monatabo gewechselt. Wenn man in seinem Schlafanzug Sport machen kann, wird die Liste der Ausreden schon sehr, sehr kurz.

Hallo Sarah,
das Bodyboom Team hat sich sehr über deinen Artikel und den Test unserer Trainingsprogramme gefreut!
Weiter so!
Team Bodyboom
Hört sich nach einer abwechslungsreichen Möglichkeit an. Ich bin mittlerweile mit meinen Yogastunden etwas eingefahren und zum Teil gelangweilt. Irgendwie lässt sich da kein Fortschritt mehr erkennen und ich habe schon mit Liegestützen begonnen. Naja, so selbst zusammen gestellte Workouts haben irgendwie den Nachteil, dass man sie immer vergisst oder ignoriert. So ein Date mit einem Online Trainer ist vielleicht doch etwas verbindlicher. Danke für den Tipp!