“Impressionen.” oder “Sarah, der Tourist.”

Letzte Woche hatte ich die große Ehre bei einem besonderen Projekt mitzumachen. Diejenigen von euch, die mir bei Twitter folgen haben es sicher mitbekommen, alle anderen sollten unbedingt hier schauen.

Ein Jahr lang wird jeweils eine Woche ein waschechter Münchner, Zugroaßter oder ein Twitterer, der eine ganze Woche in München verbringt über die Stadt und ihre Besonderheiten berichten. Mir hat es auf alle Fälle einen Heidenspaß gemacht und ich habe einiges für die nächste Stadtführung mit Besuchern dazugelernt.

Und einen Abend habe ich alle, die MunichLovesU auf Twitter folgen mit in den Olympiapark genommen. Um meine Laufstrecke mal näher kennenlernen. Und wenn ich schon gefühlt alle 50m stehengeblieben bin, um ein Foto zu schiessen, warum sollte ich dass dann Lesern hier vorenthalten.

Bewaffnet mit meinem Telefon ging es auf die Laufstrecke (das darf ja sonst nie mit)), twittern hab ich nach dem Lauf erledigt, sonst wäre meine Brutto-Netto-Zeit auf der Trainingsstrecke noch unterirdischer als bei all meinen Firmenläufen zusammen geworden.

Der erste Stopp:

Frühling im Park (fast) soweit das Auge reicht. Und hier war ich nicht die einzige, die eine Runde Fotos geschossen hat. Nur die einzige in einer Laufhose.

Blick vom Olympiaberg auf den berühmten Vierzylinder. Der wurde übrigens von 1968 – 1972 erbaut und ein Jahr später zogen die ersten BMW-Mitarbeiter dort ein.

Blick auf das Olympiastadion mit dem berühmten Zeltdach. Hier wurden nicht nur die Leichtathletikwettberbe der Olympiade ’72 ausgetragen sondern auch jahrelang die Heimspiele des FC Bayern und der Sechziger. Mich hat man dort übrigens jeden zweiten Samstag im Block F gefunden. Beim Anfeuern des TSV 1860. In besonders schweren Zweitligamomenten versuche ich mir die Champions League Qualifikation in Erinnerung zu rufen. Oder die Saison 1999/2000 als wir beide Derbys gewannen. Und ich bei beiden Spielen in eben dem Stadion war. Hach…

Aber genug des Schwelgens in alten Zeiten, weiterlaufen.

Der Olympiaturm. 291 und a paar zerquetschte Meter hoch. Bei klaren Wetter kann man auf 192m bis zu den Alpen sehen und schauen, ob man sein eigenes Wohnhaus entdeckt.

Blick auf das brachliegende Tollwoodgelände. Hier steppt dann im Juni/Juli der Bär. Nicht empfehlenswert: nachts von der Schwimmhalle über das Gelände heimgehen, wenn der Bär nicht steppt. Nur weil man denkt, dass es kürzer ist. Zumindest sollte man das bleiben lassen, wenn man am liebsten Thriller und Krimis liest. Glaubt mir, ich habe es ausprobiert.

Blick auf den O2-Tower. Auch hier hat man wohl aus dem richtigen Büro einen wunderbaren Blick auf die Berge.

Leider war die Olympiade ’72 in München nicht nur fröhlich und unbeschwert. Dieses Denkmal erinnert daran.

Zur Zeit ist das Denkmal mit einem Kranz und den Namen der getöteten Sportler geschmückt.

Noch ist das München ’72 geschlossen. Aber sobald es aufmacht, kann man hier wunderbar entspannen und sogar sein eigenes Fleisch mitnehmen zum Grillen. Muss ich den Sommer unbedingt mal ausprobieren.

Coole Adresse. Die BMW-Welt wurde im Oktober 2007 eröffnet und man kann hier nicht nur seinen neuen BMW abholen, wenn man will, sondern auch Essen gehen und unter anderem Jazz hören.

Noch ein letzter Blick auf den beleuchten Zylinder und dann geht es wieder nach Hause.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass mich alle anderen Parkbesucher für einen Touristen gehalten haben. Gefühlt habe ich mich auch so. Hat aber Spaß gemacht nach besonderen Ecken auf meiner Laufstrecke Ausschau zu halten. Und die Zeit ist tatsächlich wie im Flug vergangen.

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3 Kommentare zu “Impressionen.” oder “Sarah, der Tourist.”

  1. LocalZero says:

    Der Olympiapark ist einfach klasse, immer gut zu laufen und irgendwie stylisch – auch nach 40 Jahren. Nach der Arbeit schnell mal auf den Olympiaberg hochrennen, tief einatmen, kurz über die Stadt schauen und der Feierabend ist da.

    Danke schön für’s virtuelle Mitnehmen :-)

    Viele Grüße
    Lars

  2. Maraike says:

    Ich muss ja ehrlich sagen, so richtig einladend schaut das ja nicht aus. Liegt das an dem Filter von den Fotos oder wirklich an dem Wetter, dass das so “dunkel” und “grau” aussieht?

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