“Wie am Stachus.” oder “My inner Groupie.”

Irgendwas muss gestern bei der Silvesterparty schiefgelaufen sein. Das Essen war sehr gut, der Wein und Champagner lecker, die Partygesellschaft bestens gelaunt und sehr unterhaltsam. Das Feuerwerk dauerte eine gefühlte Ewigkeit und den Heimweg (zu Fuß – wie wunderbar, wenn man in der Nachbarschaft feiert) trat ich zu einer Zeit an wo es Sommer schon hell wird. Nach 6 Stunden Schlaf bin ich aufgewacht – mein Opa saß sicher schon beim Mittagessen – und habe erstmal gefrühstückt und die Wiener Philharmoniker genossen. Müde war ich und gaaaaaanz leicht angeschlagen. Aber frische Luft soll ja da ganz wunderbar wirken. Und warum spazieren gehen, wenn man auch laufen kann?! Bevor ich richtig darüber nachdenken konnte, war ich auch schon mit guter Musik auf den Ohren im Park.


Und dort ging es zu wie am Stachus. Zwar waren nicht so viele Läufer unterwegs, aber Unmengen an Spaziergängern aus dem In- und Ausland. Einige von ihnen schauten uns paar Läufer so komisch an, dass ich anfing Gedanken um mein äußeres Erscheinungsbild zu machen. Nun gut, der Gedanke begleitete mich tatsächlich bis zu meiner Haustür. Ich habe nämlich nach gut 3km auch noch meinen inneren Groupie entdeckt. Nicht nur wir Amateure beschliessen manchmal am 01.01 zum Kater (r)auslaufen  zu gehen sondern auch die Profis (wobei ich ja nicht weiß, ob die das dann freiwillig machen…). So kamen mir zwei Spieler des örtlichen Eishockeyclubs entgegen. Schon von der Ferne anhand ihrer Trainingsjacken identifizierbar. Bevor ich so wirklich darüber nachdenken konnte, war ein Ohrstöpsel aus dem Ohr draußen, der Satz “Super Spiel am Freitag.” gesagt und gaaaaanz lässig lief ich weiter. Das “Vielen Dank.” von den Jungs habe ich natürlich mitgenommen.

Danach war mir die Entdeckung meines “Inner Groupie” kurz ein wenig unangenehm. Immerhin bin ich 1. keine 16 mehr und 2. sehe ich beim Laufen (vor allem derzeit) auch nicht wie das blühende Leben aus. Aber nun gut, die zwei haben sicher ein “Made my day” mit in den restlichen Tag genommen, da Eishockeyprofis hier in München sicherlich nicht den gleichen Status genießen wie die allseits bekannten Fußballer.

Ach ja, nur so am Rande: in meinen Marathonjahr 2010 war ich am 01.01 nicht laufen. Vielleicht sollte ich mir doch mal einen Plan besorgen…

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11 Kommentare zu “Wie am Stachus.” oder “My inner Groupie.”

  1. Din says:

    Schön von dir hier zu lesen. Wünsche dir ein schönes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr! Plan hin oder her, die besten Läufe sind vielleicht immer die, die man einfach so macht?!

  2. Laufhannes says:

    Sehen die Eishockeyspieler den wenigstens besser aus als die Fußballer? Kann ja eigentlich nicht schwer sein, aber ob der fehlenden Zähne machen sich bei mir doch Zweifel breit …

    • sarahemily says:

      Eishockeyspieler sind meist sehr gut gebaut. Leider sieht man davon auf dem Eis eher weniger, dank der Ausrüstung. ;-)

      Und fehlende Zähne kann man ja heutzutage gut ersetzen…

  3. Ich trainiere schon lange nicht mehr nach Plan und damit fahre ich mit Abstand am besten. Ich denke wenn man seinen Körper gut kennt und man spürt wie er sich nach Belastungen verhält kann man jede einzelne Einheit nach seinen aktuellen Empfinden nutzen. Was nützt es einem wenn man platt ist aber auf dem Plan ein Intervalltraining eingetragen ist? Ich glaube du wirst deinen eigenen Weg finden und dafür wünsche ich dir gutes Durchhalten!
    Schöne Grüße aus dem Spessart
    Frank

  4. -timekiller- says:

    das wird ja immer besser hier, 60er-Fan, EHC Groupie…

    Grüße -timekiller-

  5. Henrik says:

    Damit hast du mich schon erfolgreich abgehängt im Laufjahr 2012 – das ja richtig gut anfängt. Go on äh run on!

  6. Pingback: 39. BSV 92 Winterlaufserie Berlin – 1. Lauf von 3 – 10km | Eiswuerfelimschuh's Blog

  7. Pingback: “Ein kleiner Ausblick.” oder “Optimale Vorbereitung.” | sarahemily

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