“History repeating.” oder “Das Kind braucht einen Namen.”

Der Feiertag letzten Montag war langweilig. Anders kann ich es mit nicht erklären, dass ich mir mehr oder weniger auf dem Tag genau drei Jahre später wieder ein Versprechen zu einem großen Laufprojekt abgerungen habe. Und dieses Mal waren weder Weißwürscht noch Weißbier im Spiel. Ich muss es also irgendwie ernst meinen mit der Sache. Eventuell liegt es ja an der Zahlenkombination. Den ersten (und bisher einzigen) Marathon bin ich am 10.10.10 gelaufen. Nächstes Jahr würde der Marathon hier in München am 13.10.13 stattfinden. Passt doch (fast) perfekt in die Reihe. Und nach fast einer Woche drüber schlafen, zweimal Laufen in strömenden Regen mit eisigem Wind  und einem Haufen Spaß im Park, hat sich dieses Projekt in einer nicht mehr ganz so hinteren Ecke meines Kopfes festgesetzt. Jetzt braucht die “Schnaps”idee nur noch einen griffigen Namen. Und irgendwann einen Plan. Und eine gewisse Ernsthaftigkeit.

Ach ja, falls jemand jetzt den Vorschlag macht, dass ich konsequenter Weise am 12.12.12 zum zweiten Mal laufen sollte: 1. Ist der Start in München unschlagbar schnell erreichbar. 2. Feier ich am 11.12.12 sicher irgendwo und werde somit am nächsten Tag ausschlafen. 3. Finde ich weltweit keinen Marathon, der am 12.12.12 stattfindet (könnte eventuell am Wochentag liegen, der mich auch am Ausschlafen hindern wird).

Kategorie: Uncategorized | Tags: , , , , , | 3 Kommentare

“Impressionen.” oder “Sarah, der Tourist.”

Letzte Woche hatte ich die große Ehre bei einem besonderen Projekt mitzumachen. Diejenigen von euch, die mir bei Twitter folgen haben es sicher mitbekommen, alle anderen sollten unbedingt hier schauen.

Ein Jahr lang wird jeweils eine Woche ein waschechter Münchner, Zugroaßter oder ein Twitterer, der eine ganze Woche in München verbringt über die Stadt und ihre Besonderheiten berichten. Mir hat es auf alle Fälle einen Heidenspaß gemacht und ich habe einiges für die nächste Stadtführung mit Besuchern dazugelernt.

Und einen Abend habe ich alle, die MunichLovesU auf Twitter folgen mit in den Olympiapark genommen. Um meine Laufstrecke mal näher kennenlernen. Und wenn ich schon gefühlt alle 50m stehengeblieben bin, um ein Foto zu schiessen, warum sollte ich dass dann Lesern hier vorenthalten.

Bewaffnet mit meinem Telefon ging es auf die Laufstrecke (das darf ja sonst nie mit)), twittern hab ich nach dem Lauf erledigt, sonst wäre meine Brutto-Netto-Zeit auf der Trainingsstrecke noch unterirdischer als bei all meinen Firmenläufen zusammen geworden.

Der erste Stopp:

Frühling im Park (fast) soweit das Auge reicht. Und hier war ich nicht die einzige, die eine Runde Fotos geschossen hat. Nur die einzige in einer Laufhose.

Blick vom Olympiaberg auf den berühmten Vierzylinder. Der wurde übrigens von 1968 – 1972 erbaut und ein Jahr später zogen die ersten BMW-Mitarbeiter dort ein.

Blick auf das Olympiastadion mit dem berühmten Zeltdach. Hier wurden nicht nur die Leichtathletikwettberbe der Olympiade ’72 ausgetragen sondern auch jahrelang die Heimspiele des FC Bayern und der Sechziger. Mich hat man dort übrigens jeden zweiten Samstag im Block F gefunden. Beim Anfeuern des TSV 1860. In besonders schweren Zweitligamomenten versuche ich mir die Champions League Qualifikation in Erinnerung zu rufen. Oder die Saison 1999/2000 als wir beide Derbys gewannen. Und ich bei beiden Spielen in eben dem Stadion war. Hach…

Aber genug des Schwelgens in alten Zeiten, weiterlaufen.

Der Olympiaturm. 291 und a paar zerquetschte Meter hoch. Bei klaren Wetter kann man auf 192m bis zu den Alpen sehen und schauen, ob man sein eigenes Wohnhaus entdeckt.

Blick auf das brachliegende Tollwoodgelände. Hier steppt dann im Juni/Juli der Bär. Nicht empfehlenswert: nachts von der Schwimmhalle über das Gelände heimgehen, wenn der Bär nicht steppt. Nur weil man denkt, dass es kürzer ist. Zumindest sollte man das bleiben lassen, wenn man am liebsten Thriller und Krimis liest. Glaubt mir, ich habe es ausprobiert.

Blick auf den O2-Tower. Auch hier hat man wohl aus dem richtigen Büro einen wunderbaren Blick auf die Berge.

Leider war die Olympiade ’72 in München nicht nur fröhlich und unbeschwert. Dieses Denkmal erinnert daran.

Zur Zeit ist das Denkmal mit einem Kranz und den Namen der getöteten Sportler geschmückt.

Noch ist das München ’72 geschlossen. Aber sobald es aufmacht, kann man hier wunderbar entspannen und sogar sein eigenes Fleisch mitnehmen zum Grillen. Muss ich den Sommer unbedingt mal ausprobieren.

Coole Adresse. Die BMW-Welt wurde im Oktober 2007 eröffnet und man kann hier nicht nur seinen neuen BMW abholen, wenn man will, sondern auch Essen gehen und unter anderem Jazz hören.

Noch ein letzter Blick auf den beleuchten Zylinder und dann geht es wieder nach Hause.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass mich alle anderen Parkbesucher für einen Touristen gehalten haben. Gefühlt habe ich mich auch so. Hat aber Spaß gemacht nach besonderen Ecken auf meiner Laufstrecke Ausschau zu halten. Und die Zeit ist tatsächlich wie im Flug vergangen.

Kategorie: Uncategorized | Tags: , , , , | 1 Kommentar

“Ich kann nicht mehr.” oder “Na, heute nicht.”

Die Ballonseide beim Sonntagslauf Ende März scheint meine Motivation aus irgendeinen dunklen Loch geholt zu haben. Ohne Murren und Nachdenken war ich seitdem weitere viermal Laufen. “Bergauf” ist es noch ein wenig zäh und der Puls und die Geschwindigkeit sind weit entfernt von dem wo sie einmal waren. Aber was viel wichtiger ist: nach langen 17 Monaten scheint die Freude am Laufen wieder zurück zu sein und noch besser: sie ist wohl gekommen, um zu bleiben.

So nachhaltig, dass ich Samstag leicht verkatert zum Laufschuh kaufen in die Stadt ging. In den letzten 2 Monaten hab ich in sehr überschaubarem Rahmen Alkohol getrunken (genau zweimal um genau zu sein) und da wirft einen eine genauso überschaubare Anzahl von Gin Tonics schon ein wenig aus der Bahn. Also saß ich im Laufschuhgeschäft, probierte mein Standardmodell in der neusten Version an und war froh, dass das Laufband besetzt war. “Willst du noch auf’s Laufband? Das wird sicher gleich frei.” “Äh, nein. Ich war erst um 4.30 Uhr im Bett und 5 Stunden später schon wieder wach.” “Wir müssen das Laufband ja nicht schnell einstellen.” “Na, heute nicht. Ich lauf da mal kurz den Gang auf und ab.” Wurde akzeptiert der Vorschlag und 10 Minuten später stand ich mit dem Karton unter’m Arm an der Kasse. Nun gut, so ein neues Paar Laufschuhe setzt ja fast voraus, dass man die dann auch laufend am gleichen Tag ausführt. Egal wie müde man ist. Und wer feiert, kann auch arbeiten, äh laufen. Gesagt, getan. Und es lief erstaunlich locker. Fast schon beschwingt. Zumindest an den Füßen. Der Rest des Körpers fühlte sich leicht gequält.

Wenn es in so suboptimalem Zustand halbwegs locker und 6km lang läuft, dann kann man das ja an einem Montag, der noch dazu Feiertag ist, in einer optimaleren Verfassung wiederholen. Und siehe da: ich baute sogar eine Extraschleife ein. War aber auch zu motivierend als ich nach 5km plötzlich neben mir stampfende Schritte hörte. Nachdem ich gerade einen Papa mit seinen zwei kleinen Töchtern überholt hatte. Kurz umgedreht und ein Lächeln machte sich in meinem Gesicht breit: die Kleinere der Beiden (etwa 3 Jahre alt) versuchte mit mir mitzuhalten. Klappte ein paar Meter ganz gut (immerhin musste sie ja auch ein Stück sprinten um mich einzuholen), dann hörte ich ein etwas atemloses “Ich kann nicht mehr.” neben mir und die stampfenden Schritte waren weg. Noch ein wenig am Laufstil arbeiten und dann nehme ich sie mit auf meine Runden. Dieses kleine, aber feine Erlebnis war anscheinend der Auslöser für ein Mini-Runner’s High. Auf alle Fälle lief ich nicht geradeaus nach Hause, sondern bog nochmals links ab und lief eine weitere Schleife durch den Park. 7,2km durfte Heinz heute mit dem Satelliten kommunizieren. Das gab es seit Juni 2011 nicht mehr…

Kategorie: Uncategorized | Tags: , , , , | 4 Kommentare

“Einfach so.” oder “Sonntags im Park.”

Sonntagmorgen bin ich aufgewacht, hab ein wenig “Die Zeit” gelesen, bin aufgestanden, habe meine Laufklamotten zusammengesucht, Heinz gestartet und Satelliten suchen lassen, die Kopfhörer ins Ohr gepackt und befand mich in Schuhen zusammen mit Heinz auf der Strecke. Ähm, warum geht das plötzlich so locker flockig? Naja, man muss bei 10 Grad nimmer so viele Lagen zusammensuchen. Ausgeschlafen sein spielt sicher eine Rolle, vielleicht auch die Urlaubserholung und das Höhentraining 2000m über den Meeresspiegel beim Kleinkind im Schlitten den Berg hochziehen.

Und wenn man schon dabei ist, kann man die Strecke auch gleich ändern und die ersten 1,2km des Laufes nur bergauf laufen. Ganz langsam und gemächlich aber immer am Laufen mit einem Blick auf Heinz (der Puls muss ja nicht gleich durch die Decke gehen). Die halbe Strecke konnte ich sowieso über das laufende Paar vor mir nachdenken (im Partnerlook…). Da bekam der weibliche Teil nämlich beim langsamer werden zweimal von männlichen Teil einen Klaps auf den Hintern. Nun gut, ich konnte mir 1km lang überlegen wie ich darauf reagiert hätte. Wahrscheinlich nicht so entspannt, aber deswegen laufe ich ja auch alleine.

Auch die restliche Strecke barg einige Highlights (ich muss wieder öfters raus…): zwei Walker, die unglaublich schnell und unglaublich gut ausgerüstet waren. Aber das passiert wahrscheinlich, wenn Männer in der Midlife-Crisis walken gehen. Einen Freizeitfußballer – zumindest ist das mein ganz heißer Tipp – der immer in einem irren Tempo an mir vorbeizog und den ich dann in seinen Gehpausen wieder einholen konnte. Nein, der hat kein Intervalltraining gemacht. Bin ich mir ziemlich sicher. Außer man trägt dabei jetzt Ballonseide.

Hach, ich glaube ich finde bei schönem Wetter durch die Gegend traben sehr unterhaltsam und werde das nächstes Wochenende wiederholen.

Kategorie: Uncategorized | Tags: , , , , | 2 Kommentare

“Wie auf Sand.” oder “Weicheialarm.”

Ich bin ganz ehrlich: ohne Plan und ohne Ziel bin ich ein Weichei. Die letzten paar Tage (ok, zwei Wochen…) war es viel zu kalt um Abends noch eine Runde durch den Park zu drehen. Viel zu kalt… Und wenn man dann auch nicht fest verabredet ist, fällt es schwer sich in vier Lagen einzupacken, Fettcreme ins Gesicht zu schmieren und sich auf das Atmen durch die Nase zu konzentrieren (oder wahlweise seinen Buff vollzusabbern). Außerdem – um eine letzte fadenscheinige Ausrede zu bemühen – lagen meine superduper Wintertraillaufschuhe bei meiner kleinen Schwester. Die zwei Wochen sehr überzeugt behauptete, dass sie mir die bereits vor Monaten zurückgegeben hat. So überzeugt, dass ich Samstag – kurz vor ihrem “Ich hab sie gefunden”-Anruf – schon selber daran glaubte.

Aber heute Abend war die Zeit der Ausreden vorbei. Die Verabredung stand (auch wenn ein Mitläufer noch kurz vorher absprang), die Lagen wurden zwiebelartig geschichtet, die Trailschuhe geschnürt und ab ging es nach draußen. Ja, nach 500m fiel mir auch ein, was ich vergessen habe: die Fettcreme. Aber dank leichtem Schneefall lag die Temperatur bei erträglichen -5 Grad. Und wenn wir schon dabei sind: das Laufen auf etwa 10cm locker-flockigem Neuschnee kommt sehr nah an Sand dran. Leider hat sich mein verbliebener Mitläufer von meinem Konzept “Stell dir vor wir laufen ganz locker am Strand entlang” nicht überzeugen lassen. Spaß hat es trotzdem gemacht, auch wenn es mit 3,5km eine Minirunde war. Vom Gefühl in den Waden war die Runde aber mindestens doppelt so lang.

Kategorie: Uncategorized | Tags: , , , | 4 Kommentare

“More meat, Baby.” oder “Der gute alte Jacobson.”

Am Montag war ich nochmals beim Arzt. Und wurde im Sinne des Wortes auf Herz und Nieren geprüft. Schadet wohl in meinem Alter grundsätzlich nicht. Nur ganz schön aufwendig sich so einem TÜV zu unterziehen. Erstmal durfte ich 5 Ampullen Blut abgeben. Mein kritischer Blick (der galt eigentlich nur der Tatsache, dass ich kein Frühstück intus hatte…) wurde gleich mit einem beruhigenden “Das ist nicht soviel wie es aussieht. Wir teilen es nur gleich in die richtigen Dosen ein.” kommentiert. Ok, ich bin ja schon ganz entspannt. Nach dem Blutabnehmen stand ein Ruhe-EGK und ein BelastungsEGK auf dem Programm. Ich hatte letztes Wochenende ein Brennen hinter dem Brustbein. Wohl nur eine neue Form von Sodbrennen oder Rückenschmerzen, aber ganz kurz dachte ich an einen Herzinfarkt (ja, lacht ruhig. Tue ich ja im Nachhinein auch…) Mein Arzt ist aber Gott sei Dank sehr verständnisvoll was das Thema “Hypochondrie” betrifft.

Ok, obwohl ich seit 2 Stunden auf den Beinen war, lag mein Blutdruck bei 100/70. A bisserl niedrig und erklärt auf alle Fälle warum ich dem Thema “Laufen in den frühen Morgenstunden” ein wenig skeptisch gegenüber stehe. Das EGK war aber absolut befundfrei. Auch der folgende Ultraschall meiner inneren Organe war “nur” interessant. Schöne Leber, noch schönere Gallenblase, Nieren schauen auch gut auch (und ich weiß endlich wo die Gallenblase ist…).

Fehlten gestern nur die Blutwerte. Da passt auch alles, nur meine Eisenwerte sind nicht besonders vorbildlich (ok, das erklärt das Frösteln und die Abgeschlagenheit). Also mehr grünes Gemüse und gerne auch etwas mehr Fleisch (das steht manchmal nur 1xWoche auf dem Programm…). Meinem Magen soll ich in Zukunft pfleglich behandeln, also nicht mit Kaffee übertreiben, nicht zuviel Weißwein und nicht unbedingt scharf Essen. Noch 1-2 Wochen die Magensäurehemmer schlucken und dann sollte ich magentechnisch wieder fit sein. Weihnachten, Silvester und diverse Geburtstagsparties haben anscheinend ihre Spuren hinterlassen…

Und noch eine Aufgabe habe ich mit auf den Weg bekommen: Entspannen lernen. Wird gemacht. Gleich am Montag gab es eine App auf mein Telefon für Progressive Muskelentspannung nach Jacobson. Bisher zweimal ausprobiert und es ist wirklich interessant: ich entspanne. So sehr, dass ich beide Male nach 15 Minuten eingeschlafen bin. Mal schauen wie viele Anläufe ich brauche um die 49 Minuten mal komplett zu schaffen…

Och, Laufen war ich übrigens auch am Dienstag. Dick eingepackt mit Julia aber ohne Heinz. Ich hatte den Pulsgurt vergessen und mir fehlte dann der Elan (ähm, das sind die Eisenwerte…) mich wieder aus 3-4 Lagen rauszuschälen. War aber sehr entspannt und ich persönlich finde ja Kälte toller als Wärme bei sportlicher Betätigung.

Kategorie: Uncategorized | Tags: , , , , | 2 Kommentare

“Vom Babysitterkind zum Laufschüler.” oder “Nicht mein bester Freund.”

Letzte Woche habe ich beim Thema Laufen ausgesetzt. Wer den Blog länger verfolgt weiß, dass eines meiner Organe und ich nicht die besten Freunde sind. Zumindest phasenweise. Im Moment haben wir wieder so eine Phase miteinander. Wie wohl in jeder guten Beziehung. Und deswegen gab es heute vom Arzt das:

Mit der Anweisung in den nächsten zwei Wochen auf Alkohol, Kaffee und scharfes Essen zu verzichten, sollte dieses “Wundermittel” dafür sorgen, dass ich nicht mehr Gefühl habe, dass unter meinem Brustbein ein kleines Männchen sitzt, dass meinem Magen gegen den Rippenbogen schiebt und zudem fleißig ein Lagerfeuer nach dem anderen entzündet. Es gibt Angenehmeres. Vor allem, wenn man sich bei seiner liebsten Groupiebeschäftigung (Eishockeyspiele schauen…) fast nur noch auf den Magen konzentrieren kann.

Aber genug gejammert. Die erste Dosis heute vor dem (garantiert alkohol- und koffeinfreien) Mittagessen hat schon mal geholfen. Heute Abend schnürte ich deshalb die Laufschuhe und machte mich auf den Weg zu einem besonderen Lauf. Ich bin nämlich das erste Mal mit meinem neuen und ersten Laufschüler gelaufen. Die junge Dame besuchte mal mit meiner kleinen Schwester den Kindergarten und gehörte zu der ersten Riege Babysitterkinder, die ich zur Verbesserung meines Taschengeldes betreuen durfte. Und heute lief sie brav neben mir her, ließ sich von mir unterhalten und unterhielt mich. Und verlangte nur ein einziges Mal nach einer klitzekleinen Laufpause. Gut gemacht!

Und mein Puls hat mir am Ende des Laufes auf Knien gedankt (und der Magen vielleicht auch?!). Im Durchschnitt 136 und Maimalpuls von 151… Das gab es schon ganz lang nimmer.

Und vorhin kam übrigens noch eine Sms. Vom Laufschüler. Wann wir denn das nächste Mal laufen gehen. Sehr vorbildlich!

Kategorie: Uncategorized | Tags: , , , , | 1 Kommentar

“Neues altes Hobby.” oder “Vergnüglich.”

Meine Laufhose liegt auf der Heizung im Wohnzimmer. Meine Handschuhe und die Mütze auf der Heizung in der Küche. Heinz und der iPod (der Arme ist namenlos geblieben) laden gerade. Und das alles nur damit ich heute gemütlich einen Feierabendlauf starten kann. Das wäre der vierte Lauf für dieses Jahr. Und letzte Woche war ich sogar eine Runde schwimmen (richtiges Schwimmen – mit Badeanzug, Schwimmbrille und Bahnen zählen…). Es schaut ganz so aus als hätte mich mein zeitintensivstes Hobby der Jahre 2009/2010 dieses Jahr wieder gefunden.

Samstagabend bin ich sogar höchst vergnüglich durch den Park gelaufen. Obwohl ich weder gut ausgebaute Eishockeycracks traf, noch das Wetter besonders einladend war. Im Gegenteil: es wehte ein fieser Wind, der Regen kam gut gekühlt vom Himmel und die Sicht war nicht gerade berauschend (ok, die ersten 1,5km war ich selber schuld: wer geht bei dem Wetter mit Brille laufen?!). Trotzdem haben die Beine den “Job” ohne viel Nachdenken ganz von alleine erledigt. Das Gefühl gab es das ganze Jahr 2011 nicht.

Nur über die Anschaffung einer langen passenden (!) Laufhose denke ich (trotz selbstauferlegter Shoppingenthaltsamkeit) noch nach. Trocknen auf der Heizung kann ja keine Dauerlösung sein.

Kategorie: Uncategorized | Tags: , , | 2 Kommentare

“Wie am Stachus.” oder “My inner Groupie.”

Irgendwas muss gestern bei der Silvesterparty schiefgelaufen sein. Das Essen war sehr gut, der Wein und Champagner lecker, die Partygesellschaft bestens gelaunt und sehr unterhaltsam. Das Feuerwerk dauerte eine gefühlte Ewigkeit und den Heimweg (zu Fuß – wie wunderbar, wenn man in der Nachbarschaft feiert) trat ich zu einer Zeit an wo es Sommer schon hell wird. Nach 6 Stunden Schlaf bin ich aufgewacht – mein Opa saß sicher schon beim Mittagessen – und habe erstmal gefrühstückt und die Wiener Philharmoniker genossen. Müde war ich und gaaaaaanz leicht angeschlagen. Aber frische Luft soll ja da ganz wunderbar wirken. Und warum spazieren gehen, wenn man auch laufen kann?! Bevor ich richtig darüber nachdenken konnte, war ich auch schon mit guter Musik auf den Ohren im Park.


Und dort ging es zu wie am Stachus. Zwar waren nicht so viele Läufer unterwegs, aber Unmengen an Spaziergängern aus dem In- und Ausland. Einige von ihnen schauten uns paar Läufer so komisch an, dass ich anfing Gedanken um mein äußeres Erscheinungsbild zu machen. Nun gut, der Gedanke begleitete mich tatsächlich bis zu meiner Haustür. Ich habe nämlich nach gut 3km auch noch meinen inneren Groupie entdeckt. Nicht nur wir Amateure beschliessen manchmal am 01.01 zum Kater (r)auslaufen  zu gehen sondern auch die Profis (wobei ich ja nicht weiß, ob die das dann freiwillig machen…). So kamen mir zwei Spieler des örtlichen Eishockeyclubs entgegen. Schon von der Ferne anhand ihrer Trainingsjacken identifizierbar. Bevor ich so wirklich darüber nachdenken konnte, war ein Ohrstöpsel aus dem Ohr draußen, der Satz “Super Spiel am Freitag.” gesagt und gaaaaanz lässig lief ich weiter. Das “Vielen Dank.” von den Jungs habe ich natürlich mitgenommen.

Danach war mir die Entdeckung meines “Inner Groupie” kurz ein wenig unangenehm. Immerhin bin ich 1. keine 16 mehr und 2. sehe ich beim Laufen (vor allem derzeit) auch nicht wie das blühende Leben aus. Aber nun gut, die zwei haben sicher ein “Made my day” mit in den restlichen Tag genommen, da Eishockeyprofis hier in München sicherlich nicht den gleichen Status genießen wie die allseits bekannten Fußballer.

Ach ja, nur so am Rande: in meinen Marathonjahr 2010 war ich am 01.01 nicht laufen. Vielleicht sollte ich mir doch mal einen Plan besorgen…

Kategorie: Uncategorized | Tags: , , , | 10 Kommentare

“Lieber ohne Plan.” oder “Ja, ist denn schon Ostern?!”

Keine Sorge, ich war seit Oktober nicht ganz untätig. Aber auch nicht wirklich tätig. Ein paar Mal war ich laufen, so ohne Heinz, ohne Uhr und ohne Plan. Musste mir aber leider eingestehen, dass ich doch keine Lerche werde sondern eine Eule bleibe. Vielleicht kann man gegen die eigene innere Uhr nicht ankämpfen. Heinz kommt mittlerweile wieder mit zum Laufen, aber der Plan noch immer nicht (höchstens ganz heimlich…). Nach diesem Jahr des fortwährenden Osterfestes (ich suche meine Form…) sage ich lieber nichts mehr zum Thema “Laufen mit Plan”.

Aber immerhin  wurde der erste (und vielleicht einzige) neue Vorsatz für’s neue Jahr schon am 24.12 umgesetzt: wieder mehr Bewegung. Es ging mit Begleitung entspannt durch den Park. So entspannt, dass ich mich 3 Tage später auf die Suche nach Heinz machte und ihn eine Runde im größeren Park ausführte. Noch entspannter, aber das dürfte durchaus an der Tageszeit gelegen haben (so 16 Uhr scheint mir mehr zu liegen als 9 Uhr morgens…) und an dem Thema “Ich halte mich streng an langsam und pulsorientiert laufen”. Und weil es soooo schön war, ging es heute gleich nochmals an die frische Luft. Und jedes Mal nach dem Laufen (also die letzten drei Mal …) packe ich meine Matte aus und mache eine Runde Sit-Ups, Liegestützen für Weicheier und Kniebeugen. Immerhin…

Hab ich jetzt eigentlich schon die Lizenz erworben ein neues Paar Laufschuhe zu kaufen?! Und wie lange braucht man um “längere-Strecken-fit” zu werden (ups, der Hauch eines Plans…pssssst.)?! Und ne neue lange Laufhose?!

So, ich glaube das reicht für heute…

Kategorie: Uncategorized | Tags: , , , , , , , | 1 Kommentar